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Samstagabendblog


Wie ihr, meine werten Leser, sicher bemerkt habt, werden meine Blogpausen immer größer. Sorry dafür. Im Moment geht’s mir nicht so gut, ich stecke in einem mitteltiefen Loch, oder ich krabble von einem Loch ins nächste, wie immer man das sehen mag. Am vergangenen Donnerstag hatte ich einen echten Tiefpunkt, sicher durch verschiedene Auslöser hervorgerufen. Am Arbeitsplatz ist immer noch Megastress, und ich mache mir selbst zusätzlichen, indem ich noch Überstunden kloppe. Das mache ich natürlich nicht (nur) zum Wohl der Firma, sondern weil ich geldgeil bin, und weil ich die Überstunden irgendwann zu einen ganzen freien Tag zusammenfassen und ausgleichen kann. Eigentlich hätte ich am Freitag die dafür notwendige achte Stunde gehabt, wenn ich sie denn gemacht hätte. Aber es ging nicht mehr. Am Donnerstag war ich so fertig und wohl auch so down, nichts ging mehr.
Es gibt natürlich noch andere Ursachen dafür. Ich komme meinen Zielen kein Stück näher, und das frustriert echt.
Das einzige, was mich ein bisschen aufgebaut hat ist, dass ein paar Freunden tatsächlich aufgefallen ist, wie mies ich drauf bin, dass sie sich Sorgen um mich machen und versuchen, mir zu helfen. Doch es gilt die alte Weisheit, dass man sich aus einem Loch, in das man gefallen ist, nur selbst wieder rausziehen kann. Oder bildlich gesprochen: Die Freunde können einem zwar ein Seil zuwerfen, aber daran herausklettern muss man schon selbst.
Im Moment bin ich dazu noch nicht in der Lage. Es gibt zwar Momente, in denen ich mich einigermaßen gut fühle und sogar Spaß habe, aber kleine Anlässe reichen, mich wieder in das Loch zu schubsen.
Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal seine solche Phase: Eine ziemlich schlechte Grundstimmung, in der es zwar Momente gab, in denen ich mich besser gefühlt habe, wo  aber auch kleinste Kleinigkeiten ausgereicht haben, mich wieder zurückzuwerfen. Diese Phase hat sehr lange angedauert.
Wäre ich nicht Ich selbst sondern ein Freund von mir, würde ich wahrscheinlich zu mir so was sagen wie „lass dich nicht so hängen“ oder „reiß dich zusammen“ oder es noch etwas kraftvoller formulieren. Der Vorteil des Außenstehenden ist, dass er die Situation nüchterner und sachlicher sieht und auch mehr Überblick hat, der Nachteil, dass er sie eben nur von außen sieht und sich nur bedingt in den Anderen Einfühlen kann. Klar gibt es so Standard-Lebenskrisen, die beinahe jeder mal durchmacht. Und von daher ist eine gewisse Vergleichbarkeit schon möglich. Der Eine geht halt besser damit um und der andere schlechter.
Erschreckt muss ich aber auch feststellen, dass ich diese düsteren Stimmungen und Gefühle in gewisser Weise „genieße“. Das hört sich verrückt an, und vielleicht bin ich das ja. Vielleicht sind die „negativen“ Gefühle ja im Moment die einzigen Gefühle, die mir überhaupt zur Verfügung stehen. Schmerz, Trauer, Einsamkeit. Einige werden jetzt wieder erschrocken aufschreiben. Steuere ich auf eine Depression zu? Bin ich gar mitten drin? Oder bin ich einfach nur in der Midlife Crisis? Ich bilde mir ja ein, dass jemand, der sich selbst fragt, ob er verrückt ist, es nicht ist, und dass jemand, der befürchtet, depressiv zu sein, es nicht ernsthaft ist. Bleibt eigentlich nur die Midlife Crisis. Aber vielleicht weiß mein Freund T aus B, der P studiert es ja besser.
Nach den düsteren Gedanken vielleicht noch ein paar Erlebnisse aus meinem Leben der letzten Tage. Viel gab’s da nicht. Die Mücken zerstechen mich immer noch wie blöde. Ich habe wohl über zwanzig Stiche am ganzen Körper, vorwiegend an den Beinen, allein aus den letzten Tagen bzw. Nächten. Das juckt…, ich könnte die Wände hochgehen.
Heute war ich Busfahrer. Unser ganzes Team ist nach Düsseldorf zu einer Schulung gefahren, und ich durfte einen Mercedes Vito 9-Sitzer fahren. Am Anfang hab ich mich ein bisschen unsicher gefühlt in dem ungewohnt großen Auto, aber dann hat’s richtig Spaß gemacht. Ich fahr eben doch gern große Autos.
Heute ist bzw. gestern war Samstag, wie der Leser bemerkt haben wird. Ich war nicht bei unserer Clique, trotz des kurzfristigen Spaßes mit dem großen Auto war ich nicht in der Stimmung dazu. M.  klang nicht besonders glücklich, als ich ziemlich kurzfristig absagte.
Aber ich bezweifle, dass meine Laune sie glücklicher gemacht hätte.
Samstag ist ja auch „Gewichtstag“: 100,1 kg, also gehalten. 200g mehr oder weniger sind kaum von Bedeutung, ein Schluck Wasser mehr oder weniger.
Sollte ich meine Ziele noch mal überdenken? Frustrieren und demotivieren sie mich und machen mich damit noch unglücklicher, wenn ich sie eh nicht erreiche?
Na ja, Nachdenken kann nie schaden. Ich halte euch auf dem Laufenden, was dabei raus kommt.

Bis dahin

Gute Nacht

paleiko

15.10.06 00:26
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ben (15.10.06 01:49)
nachdenken schadet nie? die glücklichsten sind doch die, die sich am wenigsten gedanken um andere/s machen. ich will dich damit nicht ermutigen, dir keine gedanken mehr zu machen,
aber vielleicht solltest du, um eine spur mehr glück oder einen hauch mehr unglück zu finden, endlich mal eine gewisse gleichgültigkeit entwickeln. mach es dir klar, wenn du wieder über sachen nachdenkst und lenk deine gedanken in dem moment bewusst auf anderes.
und auch der depressive weiß um seine depression. er richtet sich sogar in ihr ein. deshalb hat er sie ja...
ich wünsch dir was!
nur was?!


ben (15.10.06 01:50)
huch... einen hauch WENIGER unglück... samstagabendfehler *g* ;-)


Lasse (15.10.06 04:14)
Tja, wer will schon hören, was er selbst am besten weiß? Tutr mir wirklich leid, wenn ich in Wunden noch Salz gestreut haben sollte - du weißt ja, daß mein Leben auch nicht die wahre Freude ist, und mit deinen Gedanken kann ich mich teilweise leider nur zu gut identifizieren. Mir hilft es im Moment massiv, daß ich mich auf einige gute Freunde verlassen kann, und auch, daß ich zum Beispiel mit Sport eine Art Ausgleich gefunden habe. Ich hab die Hoffnung, und vielleicht ist das auch nur so eine Sache, mit der ich mir selbst beweisen möchte, daß mein Weg richtig ist, daß beides auch für dich ein richtiger Schritt sein könnte - nämlich sich auf einige enge Freunde verlassen zu können, und vielleicht auch, mal nicht nur gedanklich hart gegen sich selbst zu sein, sondern die inneren Schweinehunde einfach mal auflaufen zu lassen. Wenn's alles nichts helfen sollte (und das das keine Frage von Tagen ist, sollte klar sein - auch wenn man sich von Tag zu Tag durchhangeln muß), dann kannst du dich vielleicht immer noch mit dem Gedanken trösten, daß viele Schriftsteller ihre kreativsten Werke in schlechten Phasen ihres Lebens geschrieben haben. Schließ dich ein, hau einfach (ohne zu überlegen) in die Tasten, schreib nicht ein Stück, sondern Assoziationen, Reflektionen. Und laß dir von niemandem sagen, was du tun sollst, so paradox sich das im bisherigen Kontext anhören mag.


:hoehni: (15.10.06 13:26)
Gude ;-)
Nun ich denke kaum, dass du in der Midlife Crisis, depressiv oder gar verrückt bist. Eben weil du, wie du schon erkannt hast, darüber nachdenkst. Allerdings muss ich sagen - ich kenne dich zwar nicht wirklich persönlich - aber das mit dem Tipp vom Ben (mehr Gleichgültigkeit) kann unter Umständen gar nicht verkehrt sein.

Zu den Zielen muss ich sagen, dass Ziele immer große Probleme bereiten. Würden Sie das nicht tun, wären es keine Ziele sondern Selbstverständlichkeiten.

Kopf hoch.

hoehni

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