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POETS Day


Letzte Nacht, von Donnerstag auf Freitag, bin ich total zerstochen worden. Mindestens acht Mückenstiche habe ich schon entdeckt, zum Teil an echt unangenehmen Stellen, unter dem Fuß z.B. oder auf der Stirn. Ich war ja schon immer ein Liebling der Mücken, aber so doll zerstochen wie letzte Nacht wurde ich schon lange nicht mehr. DAS NERVT !!!

Kennt ihr den schönen englischen Ausdruck POETS Day? Heisst in Langform: “Piss of early, tomorrow’s Saturday”, was soviel hesist wie “Thank god it’s Friday”
Gäbe es die Freitagnachmittage nicht, die Woche wäre nicht auszuhalten. Dann wird’s ruhiger, es ist nicht mehr soviel zu tun. Wir fangen an, rumzualbern und unsere Späße zu machen. Der Stress der Woche entlädt sich.


Heute Abend erzählte mir ein Freund, dass er ein Jobangebot in Schweden bekommen hat. Im ersten Moment war ich etwas traurig, doch als ich daran dachte, dass ich diesen Freund sowieso nur vom Chatten und Telefonieren kenne, relativierte sich das. Chatten und telefonieren kann man auch nach Schweden, wenn auch meine Telefonflat da nicht mehr greift. Aber etwas anderes bewegt mich. Werde ich wirklich irgendwann nach Schweden telefonieren? Ich bin in den vergangenen Monaten, vielleicht Jahren, immer skeptischer ihm gegenüber geworden. Da ich ihn ja nicht persönlich kenne, kann er mir viel erzählen. Und das tut er auch, manchmal erzählt er wirklich unglaubliche Dinge. In der Regel ist es nicht das Einzelne, was unglaublich ist, sondern die Summe dessen. Er ist noch ziemlich jung, und zweifellos sehr intelligent, so was kann man ja auch schlecht vorspielen. In den letzten Jahren muss er beruflich ziemlich erfolgreich gewesen sein, und das in den verschiedensten Branchen. Er hat Jobangebote bekommen, von denen viele andere ihr Leben lang träumen, und das, obwohl er den entsprechenden Job nie gelernt hat. Und er hat einen tollen Sportwagen gehabt, den er, als ich ihn mal sehen wollte, auf einem Bild oder live, prompt vor eine Laterne gesetzt und verschrottet hat.
Aber selbst wenn das alles, was er mir in den letzten Jahren erzählt hat, von den hundert verschiedenen Jobs, dem zeitweise vielen Geld, dem Sportwagen, den hochrangigen Politikern und Promis, die er kennt bzw. persönlich getroffen hat, dem Haus und dem Jobangebot in Schweden, um nur die spektakulärsten Stories zu erwähnen, selbst wenn das alles Bullshit war, er hat sich fast nie widersprochen. Und wenn es doch mal anscheinend einen Widerspruch in seinen Erzählungen gab, konnte er ihn gerade biegen und einigermaßen plausibel erklären. Was also in jedem Fall bleibt, und was letztendlich nur zählt ist ein sehr intelligenter Mensch, dem ich es wahrscheinlich sogar verzeihen würde, wenn er morgen zu mir sagen würde: „ Hör mal, das alles, was ich da erzählt hab, ist Bullshit, ich bin (nur) ein einfacher Schornsteinfeger…“ Aber vielleicht lädt er mich ja demnächst auch mal in sein Haus nach Schweden ein. Ich weiß es wirklich nicht. We will see…

Zu guter Letzt nach der Kür noch die Pflicht, mein Freitagabend-Gewicht: 100,3 kg – nach dem Abendessen. Ich würde also sagen: Gehalten.

Einen schönen Samstag wünscht

paleiko

16.9.06 01:06
 


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