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Opfer


Das neue Projekt fordert die ersten Opfer. Nein, nicht unter den Mitarbeitern oder den Kunden, sondern von mir persönlich. Ich schrieb ja in meinem letzten Eintrag, dass ich bzw. wir Schwuppen eine Einladung unseres Geschäftsführers zum vorweihnachtlichen Glühweintrinken bekommen haben, auf die ich verständlicherweise sehr neugierig bin bzw. war. Leider hat es sich nun aber ergeben, dass ich in der kommenden Woche, in der dieses Glühweintrinken stattfinden wird, beruflich nach Görlitz, in den wilden Osten fahren muss. Auch das mache ich total gerne, aber muss sich das denn ausgerechnet überschneiden? Auch unser Geschäftsführer war hörbar enttäuscht, als ich abgesagt habe.
Das Projekt hat die erste Woche sehr gut überstanden. Man sieht Land. Natürlich gibt’s immer noch viel Stress und Arbeit, und das wird sich in den nächsten Wochen sicher auch noch nicht sehr ändern. Aber das ist auch gut so.
In dieser Woche hatte ich meinen ersten ConfCall, kurzform für Conference Call. Klingt sehr wichtig, ist es aber nicht. War nur viel heiße Luft.
Viel spannender finde ich, dass ich jetzt auch sog. IT-Requests stellen darf. Früher hieß das „EDV-Anforderung“ und bedeutet, dass ich EDV-bezogene Anträge vielerlei Art stellen darf. Das vermittelt mir nun wirklich ein gewisses Gefühl von Wichtigkeit .
Noch viel mehr Wichtigkeitsgefühle vermitteln aber Informationen, die einem so hinter vorgehaltener Hand erzählt werden. Ich hatte ja, ich weiß nicht, ob ich es in einem früheren Eintrag erwähnt habe, gewisse Zweifel, dass man mich aus meiner alten Abteilung überhaupt in das neue Projekt wechseln lassen würde. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, waren diese Zweifel durchaus begründet. Ich erfuhr nämlich hinter besagter vorgehaltener Hand, dass der Geschäftsführer selbst ein „Machtwort“ sprechen musste, um mich in die neue Position zu bringen. Das geht doch runter wie Öl.

Ich habe die erste Spätschicht-Woche hinter mir, 13:30 Uhr bis 22 Uhr. Und meine Erwartungen haben sich bestätigt, mit dem Schlafen klappt es besser, ich würde sogar sagen, deutlich besser.
Am Donnerstagabend, oder eher Donnerstagnacht, habe ich mich per Chat eine ganze Weile mit dem Freund meines ersten Ex unterhalten, und wirklich gut unterhalten. Er ist Engländer und spricht nur wenige Brocken Deutsch, und mein Englisch ist für tief greifende Gespräche auch nicht unbedingt geeignet. Meistens kommen Gespräche mit ihm deshalb über Small Talk nicht hinaus, was ich sehr schade finde, denn ich mag ihn wirklich sehr. Aber an diesem Abend hat es aus irgendeinem Grund funktioniert. Und solche Gespräche mit Tiefe liebe ich.
Heute war wieder unser Cliquen-Samstagabend. Ich hab mal wieder ein Rezept, dieses Mal für ein Dessert, ausprobiert, und es scheint gut angekommen zu sein. Aber ich bin da inzwischen ein bisschen misstrauisch geworden. Schon häufiger wurden meine Kochkünste hoch gelobt, und bei späteren Angeboten, die Gerichte nochmals zu kochen lehnte man dankend ab.
Heute habe ich mal wieder den Wohnungs-Großputz veranstaltet, da ich ja morgen für eine Woche nach Görlitz fahre. Und es ist mir einfach wichtig, in eine aufgeräumte, saubere Wohnung zu kommen. Ich empfinde das irgendwie wie einen kleinen „Einzug“, wenn ich mal ’ne Weile weg bin und dann wieder heim komme. Und da will man ja auch in eine sauber übergebene Wohnung kommen. Nennt es eine Marotte.
So, und jetzt werde ich langsam hundemüde. Also werde ich noch schnell diesen Eintrag online stellen und mich dann Richtung Schlafzimmer bewegen. Ich bin sicher, am nächsten Wochenende, nach Görlitz, gibt’s wieder eine Menge zu erzählen.

Bis dahin

Gute Nacht

paleiko

10.12.06 01:23


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Der Anfang…



Vorgestern ist unser Projekt gestartet, erstaunlich reibungslos und erstaunlich gut. Schon am ersten Tag haben wir unsere Ziele übertroffen. Natürlich war der erste Tag stressig, und der zweite, der Samstag, auch. Die neuen Mitarbeiter brauchen eben doch noch eine Menge Unterstützung und auch Führung. Aber es kristallisiert sich auch schon heraus, wer kompetent ist und wer Probleme bereitet. Zwei neue Kollegen habe ich bereits als Problemkandidaten ausgemacht, eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter. Beide sind fachlich sowie mit dem gerade am Start auftretenden Stress deutlich überfordert. Andere haben positiv überrascht. Während der Trainings gab es Kandidaten, an denen ich starke Zweifel hatte, die sich dann aber gestern und vorgestern erstaunlich gut geschlagen haben. Und dann gab’s natürlich noch die Mitarbeiter, die erwartungsgemäß gut oder sogar sehr gut performed haben.
Mit der einen, oben erwähnten, Mitarbeiterin werde ich noch Spaß bekommen. Sie neigt zu Diskussionen und kann Entscheidungen nicht einfach hinnehmen. Nun genieße ich selbst ja den Ruf einer gewissen „Querköpfigkeit“, aber ich halte meine Querköpfigkeit in den meisten Fällen für durchaus konstruktiv, während ihr Anspruch, dass schon zu Beginn alles perfekt laufen muss, doch ein wenig fehl am Platz ist. Wir werden sicher noch viel Freude miteinander haben.
Die Zukunft bietet spannende Aussichten. Das „Experiment“ der späten Dienstzeiten, wobei auch die ganz frühe Schicht mit 14:30 Uhr Feierabend ihren Reiz hat. Das könnte ich mir zumindest im Sommer gut vorstellen.
Außerdem besteht die Aussicht auf ein paar Tage Görlitz in nächster Zeit zwecks Schulung, Coaching, Fortbildung. Und Görlitz mag ich sehr.
Und dann ist da noch die Einladung unseres Geschäftsführers zum Glühweintrinken auf dem Weihnachtsmarkt, eingeladen sind ausschließlich die firmenbekannten Schwuppen. Was nur soll ich mir dabei denken??? Naja, in knapp zwei Wochen weiß ich mehr und werde euch berichten.
Also jede Menge spannender, viel versprechender Aussichten für die nahe Zukunft. Wer denkt da noch über die Ziele von vorgestern nach? Die Wahrheit? Ich denke darüber nach, und ich muss gestehen: Keinerlei Fortschritte bei allen drei Zielen. Schwaches Zwischenergebnis, oder?

So, nun werde ich mir noch ein Filmchen raussuchen, und euch wünsche ich

Eine gute Nacht

paleiko

4.12.06 02:00


Die erste Woche…


Hallo, werte Leserinnen und Leser. Seit einer Woche bin ich jetzt in meinem neuen Job mit meiner neuen Aufgabe, und soviel Spaß wie in der vergangenen Woche hat mir die Arbeit seit Langem nicht mehr gemacht. Es ist genau wie früher, also ich schon mal einen sehr ähnlichen Job in unserer Firma hatte. Ich habe eine ganze Woche lang an Schulungen teilgenommen, die für die neuen Mitarbeiter bestimmt waren, und habe gemerkt, dass ich noch ziemlich firm in dem Thema bin. Am Mittwoch habe ich sogar spontan selbst eine kurze Schulung gehalten, und das tollste Kompliment war, dass die Teilnehmer sagte, dass sie das Thema NUN auch verstanden hätten, das sie am Nachmittag in der Schulung des externen Trainers noch nicht verstanden hatten. Hey, falls ich überheblich klinge, sagts ruhig, aber es war wirklich so. Schulungen durchführen macht mir echt Spaß, und wie’s aussieht bekomme ich schon in dieser Woche ausreichend Gelegenheit  dazu.
Drumherum gab’s noch viel zu organisieren und administrieren und improvisieren. Genauso macht mir das Arbeiten Spaß. Mehr davon!!!
Grrr, dann bewegt mich im Moment noch der Herr A. aus F. Jener Welcher, von dem ich nicht weiß, wo ich dran bin. Nachdem ich am vergangenen Wochenende mal wieder etwas über ihn geschrieben hab, liegt er nun ganz plötzlich im Krankenhaus, und es soll wohl sehr schlecht aussehen. So schreibt zumindest seine Freundin im Chat. Oder ist doch er selbst es, der sich nur als seine Freundin ausgibt? Liegt er wirklich im Krankenhaus, und geht es ihm tatsächlich so schlecht, steh ich natürlich ziemlich blöd da mit meinem Verdacht, andererseits spricht auch einiges dafür, dass er mir gerade die größte Lüge auftischt. Und dann, mein lieber A. aus F. ist wirklich Schluss mit Lustig.

Und nun wünsche ich

Eine Gute Nacht

paleiko

27.11.06 01:03


Dank an alle Daumendrücker…



jawohl, ich hab den Job, ich bin dabei, bei dem neuen Projekt. Es gibt noch nicht viele Infos dafür umso mehr offene Fragen. Aber das ist zumindest in unserem Unternehmen zu Beginn eines neuen Projektes ziemlich normal. Und das macht es auch irgendwie spannend. Ich fände es ziemlich uninteressant, wenn schon alles geplant wäre und es schon feste Strukturen gäbe. Improvisation, Kreativität, und damit die Möglichkeit, maßgeblich an der Entwicklung des Neuen mitwirken zu können, das macht es doch aus. Da ist es mal nebensächlich, dass am Anfang eine Menge Arbeit und Stress auf unser Team zukommen wird. Aber es wird guter Stress sein, hoffe ich.
Im Moment ist aber erstmal einiger Stress von mir abgefallen. Der Stress der Bewerbung, des Bewerbungsgesprächs, und ganz besonders der Stress des „Mundhaltens“. Relativ kurz nach dem Gespräch hat man mich schon informiert, dass ich dabei bin, aber ich musste fast eine Woche, bis gestern, Stillschweigen darüber bewahren, bis es offiziell bekannt gegeben wurde.
Mein altes Projekt habe ich nun offiziell hinter mir, ab Montag geht’s mit dem neuen los, zunächst mal zwei Wochen lang mit Schulungen. Die Schulungsunterlagen habe ich schon, und mal kurz überflogen. Das wird locker. Immerhin hatte ich mich früher schon über vier Jahre beruflich mit dem Thema zu tun.
Ein bisschen erhoffe ich mir von dem neuen Job auch Auswirkungen auf mein privates Leben, insbesondere auf meine Schlafprobleme. Es wird eine Spätschicht geben, sogar eine sehr späte Spätschicht. Und da ich nun mal eindeutig ein Nachtmensch bin, der bevorzugt spät in der Nacht schlafen geht und dafür morgens gern etwas länger in den Federn bleibt, könnte diese Spätschicht meinem Tagesrhythmus entgegen kommen. Einen Versuch ist es wert.
Sicher ist der neue Job, das neue Projekt, das Hauptthema der letzten zwei bis drei Wochen.
Aber es gab auch noch anderes:
Mein Auto ist über den TÜV. Das war allerdings nicht wirklich überraschend, denn es war ja die erste Hauptuntersuchung. Überrascht hat mich allerdings, dass HU und AU bei ATU schlappe 14 € billiger sind (zusammen) als bei TÜV oder DEKRA. Dafür musste ich aber auch fast zwei Stunden warten.
Heute hab ich mich wieder an dem Apfel Pratie versucht, einem Kuchen, dessen Teig vorwiegend aus Kartoffelpüree besteht. Einmal, beim allerersten Mal, ist er mir wirklich gut gelungen, danach habe ich ihn inkl. heute noch viermal gemacht, und jedes Mal ist er nicht aufgegangen. Ich hab keine Idee, woran das liegt *grrr* Schmecken tut er erfahrungsgemäß trotzdem, er ist halt nur etwas kompakter und nicht so locker.
Der Kuchen ist für den 65. Geburtstag meines Vaters, morgen geht’s dahin, morgens 135 km hin, abends 135 km wieder zurück, das war dann mein Sonntag. Ihr merkt es vielleicht schon, ich fahr nicht so furchtbar gern zu meinen Eltern. Das liegt zum einen an der recht langen Fahrt, immerhin kosten mich Hin- und Rückfahrt zusammen 2,5 – 3 Std. Fahrzeit. Und auch bei meinen Eltern fühl ich mich nicht so richtig wohl. Ich habe und hatte nie so ein enges und herzliches Verhältnis zu ihnen wie offenbar viele meiner Freunde. Woran das liegen mag, darüber spekuliere ich ein anderes Mal bei passender Gelegenheit.
Zum Schluss noch die kurze Andeutung eines Themas, die ich einem Freund versprochen habe. Gestern kam ein Paket von besagtem Freund an, auf das ich schon länger gewartet habe. Ich bin natürlich dankbar dafür, denn dieser Freund hatte meinetwegen bzw. des Paketes wegen offenbar einige Umstände. Allerdings ist im Zusammenhang mit diesem Paket etwas passiert, was wieder mal ganz große Zweifel an diesem Freund aufkommen lässt. Ich würde fast behaupten, dass ich ihn einer eindeutigen Lüge überführt habe, und dass zudem weitere Fragen aufgeworfen wurden. Ja, es geht um den Freund, an dem ich bereits vor einiger Zeit Zweifel geäußert habe. Ganz ehrlich, ich möchte endlich wissen, woran ich bei ihm bin, denn er erzählt mir weiterhin ziemlich merkwürdige und unglaubliche Dinge. Ein anderer Freund ließ, als ich mal mit ihm darüber gesprochen habe, das Wort Geltungssucht fallen. Und das klingt für mich im Moment plausibler als das, was der betreffende mir immer so erzählt.
Ich find’s auch wirklich nicht schlimm, wenn man mal ein bisschen übertreibt, vielleicht auch mal etwas komplett erfindet, um sich in ein besseres Licht zu rücken und interessanter zu wirken. Wenn ich da an meine eigene Vergangenheit denke…, ich war auch nicht immer überall ehrlich. Und die Anonymität des Internet verführt ja auch geradezu dazu. Aber irgendwann muss man die Hosen mal runterlassen, und dann wird’s meist peinlich.
Also, wenn DU dich angesprochen fühlst, lass mal die Hosen runter, ich werd dir schon nicht den Kopf abreißen.

Bis dahin

Gute Nacht

paleiko

18.11.06 20:47


Blogpause beendet


Hallo, liebe Leserinnen und Leser, falls es noch welche gibt…
Ja, es gab eine längere Blogpause, weil einfach nicht viel passiert ist. Zuletzt war ich ja nicht so gut drauf. Das hat sich Gott sei Dank wieder ein wenig zum Positiven gewendet. Und doch steht meine Stimmung auf des Messers Schneide. Warum das so ist, dazu komme ich später.
Im Moment habe ich Urlaub. Das allein ist ja schon ein Grund für eine Stimmungshebung. Heute habe ich’s dann wieder getan: Ich bin die Nacht durch wach geblieben, und heute früh dann zum Einkaufen und  Frühstücken gefahren. Kleines Pech am Rande: Ich wollte mir eigentlich das Navi aus dem Aldi schnappen, aber leider wurde mir das letzte quasi vor der Nase weggeschnappt. Glück im Unglück: Ich  hab kurzerhand meinen Dad angerufen, und der konnte Gott sei Dank noch eins ergattern. Nun muss ich noch gut zwei Wochen warten, bis ich wieder bei meinen Eltern bin und das Navi abholen kann. Ich werd’s überleben.
Die Nacht habe ich mit Suchen und Aufräumen verbracht. Suchen meiner Lohnsteuerkarten 2004 und 2005, da ich noch die Einkommenssteuererklärung für diese Jahre machen muss. Und da ich die nicht auf Anhieb gefunden habe, hab ich den gesamten Papierkram in meinen Aktenordnern sortiert. Das hatte die durchaus positive Folge, dass ich einen dicken Stapel Altpapier entsorgen kann, die gesuchten Steuerkarten förderte es jedoch zunächst nicht zutage. Erst am frühen morgen fand ich die zu meiner großen Erleichterung auch. *Puh*
Tja, und warum steht nun meine Stimmung auf des Messers Schneide? Ich habe mich auf ein neues internes Projekt beworben. Ich will da wirklich unbedingt rein. Es ist genau das, was mir Spaß macht, das weiß ich. Und  ich rechne mir auch durchaus gute Chancen aus. Aber sicher ist’s halt erst, wenn ich die Stelle hab. Und wenn ich sie nicht bekomme, würde das einen ganz erheblichen, negativen Einfluss auf meine Stimmungslage haben.
Also drückt mir bitte alle ganz fest die Daumen.

Bis dahin

Gute Nacht

paleiko


2.11.06 09:56


Samstagabendblog


Wie ihr, meine werten Leser, sicher bemerkt habt, werden meine Blogpausen immer größer. Sorry dafür. Im Moment geht’s mir nicht so gut, ich stecke in einem mitteltiefen Loch, oder ich krabble von einem Loch ins nächste, wie immer man das sehen mag. Am vergangenen Donnerstag hatte ich einen echten Tiefpunkt, sicher durch verschiedene Auslöser hervorgerufen. Am Arbeitsplatz ist immer noch Megastress, und ich mache mir selbst zusätzlichen, indem ich noch Überstunden kloppe. Das mache ich natürlich nicht (nur) zum Wohl der Firma, sondern weil ich geldgeil bin, und weil ich die Überstunden irgendwann zu einen ganzen freien Tag zusammenfassen und ausgleichen kann. Eigentlich hätte ich am Freitag die dafür notwendige achte Stunde gehabt, wenn ich sie denn gemacht hätte. Aber es ging nicht mehr. Am Donnerstag war ich so fertig und wohl auch so down, nichts ging mehr.
Es gibt natürlich noch andere Ursachen dafür. Ich komme meinen Zielen kein Stück näher, und das frustriert echt.
Das einzige, was mich ein bisschen aufgebaut hat ist, dass ein paar Freunden tatsächlich aufgefallen ist, wie mies ich drauf bin, dass sie sich Sorgen um mich machen und versuchen, mir zu helfen. Doch es gilt die alte Weisheit, dass man sich aus einem Loch, in das man gefallen ist, nur selbst wieder rausziehen kann. Oder bildlich gesprochen: Die Freunde können einem zwar ein Seil zuwerfen, aber daran herausklettern muss man schon selbst.
Im Moment bin ich dazu noch nicht in der Lage. Es gibt zwar Momente, in denen ich mich einigermaßen gut fühle und sogar Spaß habe, aber kleine Anlässe reichen, mich wieder in das Loch zu schubsen.
Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal seine solche Phase: Eine ziemlich schlechte Grundstimmung, in der es zwar Momente gab, in denen ich mich besser gefühlt habe, wo  aber auch kleinste Kleinigkeiten ausgereicht haben, mich wieder zurückzuwerfen. Diese Phase hat sehr lange angedauert.
Wäre ich nicht Ich selbst sondern ein Freund von mir, würde ich wahrscheinlich zu mir so was sagen wie „lass dich nicht so hängen“ oder „reiß dich zusammen“ oder es noch etwas kraftvoller formulieren. Der Vorteil des Außenstehenden ist, dass er die Situation nüchterner und sachlicher sieht und auch mehr Überblick hat, der Nachteil, dass er sie eben nur von außen sieht und sich nur bedingt in den Anderen Einfühlen kann. Klar gibt es so Standard-Lebenskrisen, die beinahe jeder mal durchmacht. Und von daher ist eine gewisse Vergleichbarkeit schon möglich. Der Eine geht halt besser damit um und der andere schlechter.
Erschreckt muss ich aber auch feststellen, dass ich diese düsteren Stimmungen und Gefühle in gewisser Weise „genieße“. Das hört sich verrückt an, und vielleicht bin ich das ja. Vielleicht sind die „negativen“ Gefühle ja im Moment die einzigen Gefühle, die mir überhaupt zur Verfügung stehen. Schmerz, Trauer, Einsamkeit. Einige werden jetzt wieder erschrocken aufschreiben. Steuere ich auf eine Depression zu? Bin ich gar mitten drin? Oder bin ich einfach nur in der Midlife Crisis? Ich bilde mir ja ein, dass jemand, der sich selbst fragt, ob er verrückt ist, es nicht ist, und dass jemand, der befürchtet, depressiv zu sein, es nicht ernsthaft ist. Bleibt eigentlich nur die Midlife Crisis. Aber vielleicht weiß mein Freund T aus B, der P studiert es ja besser.
Nach den düsteren Gedanken vielleicht noch ein paar Erlebnisse aus meinem Leben der letzten Tage. Viel gab’s da nicht. Die Mücken zerstechen mich immer noch wie blöde. Ich habe wohl über zwanzig Stiche am ganzen Körper, vorwiegend an den Beinen, allein aus den letzten Tagen bzw. Nächten. Das juckt…, ich könnte die Wände hochgehen.
Heute war ich Busfahrer. Unser ganzes Team ist nach Düsseldorf zu einer Schulung gefahren, und ich durfte einen Mercedes Vito 9-Sitzer fahren. Am Anfang hab ich mich ein bisschen unsicher gefühlt in dem ungewohnt großen Auto, aber dann hat’s richtig Spaß gemacht. Ich fahr eben doch gern große Autos.
Heute ist bzw. gestern war Samstag, wie der Leser bemerkt haben wird. Ich war nicht bei unserer Clique, trotz des kurzfristigen Spaßes mit dem großen Auto war ich nicht in der Stimmung dazu. M.  klang nicht besonders glücklich, als ich ziemlich kurzfristig absagte.
Aber ich bezweifle, dass meine Laune sie glücklicher gemacht hätte.
Samstag ist ja auch „Gewichtstag“: 100,1 kg, also gehalten. 200g mehr oder weniger sind kaum von Bedeutung, ein Schluck Wasser mehr oder weniger.
Sollte ich meine Ziele noch mal überdenken? Frustrieren und demotivieren sie mich und machen mich damit noch unglücklicher, wenn ich sie eh nicht erreiche?
Na ja, Nachdenken kann nie schaden. Ich halte euch auf dem Laufenden, was dabei raus kommt.

Bis dahin

Gute Nacht

paleiko

15.10.06 00:26


Aus die Maus, Ende im Gelände…



das ungefähr fühlte ich, als Schumis Motor heute Morgen beim Rennen in Suzuka in Rauch aufging. Das war’s wohl mit seinem achten WM-Titel. Um doch noch Weltmeister zu werden, müsste das letzte Rennen genau umgekehrt ausgehen wie das heutige, Schumi gewinnen und Alonso ausfallen. Fast so unwahrscheinlich wie den Lottojackpott zu knacken. Mir ist es nicht gelungen, nicht einmal drei Richtige. Sollte ich wirklich hoffen, dass er nicht geknackt wurde, um noch eine Chance zu haben?
Im Moment fühle ich mich total antriebslos. Ist das schon der Herbst und die aufkommende Herbstdepression? Selbst zum Bloggen muss ich mich im Moment fast zwingen. Und für die kommende Woche ist der Stress auch schon vorprogrammiert. Zumindest für Montag und Dienstag ist erstmal noch je eine Überstunde angesetzt. Außerdem findet am Samstag eine ganztägige Schulung in Düsseldorf statt, womit ich eine Erholungstag weniger habe und die Aufgaben, die ich sonst am Samstag erledige wahrscheinlich am Sonntag erledigen muss. Naja, der nächste Urlaub ist in Sicht, drei Wochen noch, dann habe ich wieder eine Woche Auszeit.
Auch wenn ich meine Ziele betrachte muss ich nach sechs Wochen ein negatives Resümee ziehen. Das Gewicht bleibt konstant, meine schriftstellerischen Ambitionen liegen auf Eis, und von Glück im Moment weit und breit keine Spur. Ich lebe von Wochenende zu Wochenende, weil die Arbeit schon seit ziemlich langer Zeit überhaupt keinen Spaß macht, und selbst die Wochenenden bringen nicht wirklich viel Abwechslung bzw. Besserung.
Die einzige Hoffung besteht im Moment darin, dass ich das Dilemma sehe und erkenne, und somit zumindest eine gewisse Chance besteht, es zu ändern, auch wenn ich im Moment keine Idee habe wie. Ich muss irgendwie raus aus dem Alltag, Aktivität entwickeln, aber wie, und was?
Der berühmte innere Schweinehund ist stark. Er lässt mich, wenn ich heim komme, erschöpft auf die Couch vor den Fernseher fallen oder mich vor den Computer hocken und unzählige Filme, die ich aufnehme oder herunterlade bearbeiten und brennen.
Der Schweinehund ist so stark, dass er mich oft dran hindert, Dinge zu tun, die mir eigentlich Spaß machen. Schon immer habe ich z.B.  gern gelesen, wenn ich nur die richtige Lektüre gefunden habe. Aber es ist anstrengender als sich vom Fernsehen berieseln zu lassen.
Sogar Sport macht mir eigentlich Spaß, der Sport selbst, sei es das Training im Fittensstudio, ein paar Bahnen schwimmen oder ein paar Kilometer Radfahren. Das Aufraffen dazu ist die Schwierigkeit. Sicher sind das keine neuen Erkenntnisse, eher Binsenweißheiten. Aber oft hilft  mir die klare Formulierung von Problemen bei ihrer Lösung. Und wenn schon nicht bei der sofortigen Lösung so doch dabei, mich zu motivieren, die Lösung in Angriff zu nehmen, weil ich erkenne, dass die Probleme nicht unüberwindbar sind.
Ich glaube, ich muss meine Ziele überschaubarer machen und kleinere Zwischenziele formulieren. Also formuliere ich für die kommende Woche folgende Ziele, um wenigstens mit Ziel Nr. 1 voran zu kommen:
Das Budget für Süßigkeiten beim Wocheneinkauf beträgt maximal 5 Euro.
Mindestens drei Einheiten Sport bzw. Bewegung, die da sein können: Eine Stunde schwimmen, 30 – 40 min. spazieren gehen oder Training auf dem Crosstrainer.

Ich halte Euch auf dem Laufenden

Gute Nacht

paleiko

9.10.06 00:16


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